Wie können die Maßnahmen, die mein Haus und meinen Garten widerstandsfähiger gegen Hochwasser machen, aussehen? Die Vorstellung des Masterplans zur Steigerung der Resilienz, also der Widerstandsfähigkeit, gegen Hochwasser lockte im September viele Betroffene zu den Informationsveranstaltungen des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER). Der WVER trat mit Anwohnerinnen und Anwohnern des Einzugsgebiets der Gewässer Inde und Vicht in den Dialog und nahm einige konstruktive Ideen für geplante und zu prüfende neue Schutzmaßnahmen mit.
Die Kläranlagen des WVER konnten nach dem Extremhochwasser schnell wieder zum Laufen gebracht werden. Ein hochengagiertes Mitarbeiter-Team beseitigte massive Schäden und sorgte für ein schnelles Hochfahren der Abwasserreinigung. Zukünftig soll insbesondere die sensible Stromversorgung der Anlagen auf hochwassersichere Beine gestellt werden.
Der Wasserverband Eifel-Rur organisiert noch bis Ende 2022 praktische Hochwasserberatung für Privatpersonen an vielen Hotspots in der Region. Ausgewiesene Experten des HochwasserKompetenzCentrums (HKC) sind dazu mit einem Infomobil unterwegs und geben viele direkt umsetzbare Tipps für den hochwassersicheren Schutz von Wohn- und Geschäftshäusern.
Das Hochwasser vom Juli 2021 hat weite Bereiche der Eifel im Kreis Euskirchen massiv geschädigt. In Zukunft wollen sich die betroffenen Kommunen Hellenthal, Schleiden, Kall, Nettersheim, Dahlem und Blankenheim beim Hochwasserschutz besser aufstellen. Dazu haben sie zusammen mit dem Kreis Euskirchen und dem Wasserverband Eifel-Rur jetzt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.
Der Klimawandel macht auch vor kleinen Ortschaften wie Aldenhoven-Engelsdorf keinen Halt. Dank des genossenschaftlichen Prinzips in der Gewässerpflege lassen sich jedoch große Schäden bei Natur und Anwohnern verhindern.