LIVES-Projekt: Erste Plastikfalle installiert

Im April installierte der WVER, als Partner im europäischen Projekt LIVES (Litter Free Rivers and Streams), die erste „Plastikfalle“, ein schwimmender Baumstamm, im Dürener Mühlenteich vor der Mündung in die Rur. Der Stamm soll künftig den schwimmenden Müll abfangen, bevor er in die Rur gelangen kann. Schräg im Wasser angebracht, lenkt er die Abfälle ans Ufer. Dort können sie abgesammelt, dokumentiert und hinsichtlich Herkunft und Menge ausgewertet werden.

„Zur Testung dieser Art „Plastikfalle“ finden wir im Dürener Mühlenteich ideale Bedingungen vor: zum einen ist durch die innerstädtische Lage das Müllvorkommen erhöht, zum anderen ist der Wasserabfluss durch uns gesteuert und somit der Wasserspiegel gleichbleibend.“, erläutert Kerstin Kamp, als für das Projekt zuständige Umweltingenieurin, die Standortwahl für den Prototypen.

Neben der öffentlichen, länderübergreifenden Bewusstseinsbildung für das Problem Plastikmüll in unseren Gewässern, geht es im LIVES-Projekt auch darum, ganz unterschiedliche Arten von Plastikfallen auszuprobieren. „Der Baumstamm ist eine erste, stabile, natürliche und einfache Lösung. Er soll zunächst nur für die Laufzeit des Projektes im Gewässer bleiben. Kollegen arbeiten aber derzeit auch noch an einer anderen Plastikfallen-Variante: Sie wollen Regenüberlaufbecken zeitnah mit einer Netzkonstruktion versehen, die den Müll am abgeschlagenen Wasser abfängt.“, berichtet Kamp.

Die 31jährige arbeitet seit 2018 für den WVER und ist inzwischen hauptsächlich für die Koordination und Umsetzung des LIVES-Projektes zuständig: „Umweltschutz ist mir wichtig und ich bin froh, dass ich das mit meiner Arbeit verbinden kann.“ Die Kollegin und andere engagierte LIVES-Partner kann man übrigens im YouTube-Kanal zum Projekt in Aktion sehen: Litter free rivers and streams – YouTube

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Ein Baumstamm als Plastikfalle

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