Notwendige Sanierungen am Hauptabwasserkanal

Am Hauptabwasserkanal des Wasserverbands Eifel-Rur in Düren

Die Planung zur Behebung der Schäden am Hauptabwasserkanal in Düren-Niederau, dem sogenannten Hauptsammler 11 (HS11), der das industrielle und häusliche Abwasser aus Richtung Kreuzau kommend zur Kläranlage am Merkener Busch führt, sieht den Austausch eines rund 14 Meter langen Abschnittes und von zwei Kanalschächten in offener Bauweise vor. Weiterhin ist die 44 m lange Mühlenteichquerung in geschlossener Bauweise zu erneuern.

Bei einer Kanalinspektion, die der Wasserverband Eifel-Rur deutlich öfter als vorgeschrieben mit einer schwimmenden Kanalkamera durchführt, wurden im September 2023 zwei seitliche Risse festgestellt. Auf dem darüberliegenden Privatgrundstück ist Erdreich abgesackt.

Projektleiter Thomas Meurer, erklärt: „Oberhalb der Schadensstelle werden wir in den Straßen „Im Spich und Von-Aue-Straße“ zudem drei weitere Kanalhaltungen mit einer Gesamtlänge von 150 Meter mittels eines sog. Liner-Verfahrens grabenlos sanieren, wobei auch die zugehörigen Kanalschächte ausgetauscht werden müssen. Dies erfolgt vorbeugend, auch wenn in diesem Bereich noch kein akuter Handlungsbedarf besteht.“

Am 17.10. wurde hierzu eine neue Leitungstrasse für die Abwasserumleitung für die Baumaßnahmen aufgebaut. Sie beginnt an der Ecke „Tuchmühle/Im Spich“ und verläuft entlang der Straße „Tuchmühle“ über Stützen bis zur Freifläche der Niederauer Mühle, so dass die Garagen und Hauseingänge in der „Tuchmühle“ dauerhaft passierbar sind. Ab dem offenen Mühlenteich wird das Stahlrohr wieder auf den Boden gelegt und entlang der Baumreihe bis zum Mühlenteich geführt. Danach überquert die Abwasserhaltung diagonal den Mühlenteich, um dann entlang der heutigen Trasse wieder in den Hauptsammler 11 einzuleiten.

Direkt im Anschluss an die Fertigstellung der neuen Abwasserhaltung beginnen ab der 46. KW die Tiefbauarbeiten. Im Vorfeld dazu wird die Oberfläche im Bereich der Ecke „Von-Aue-Straße/Teichstraße“ aufgebrochen. Anschließend werden die Versorgungsleitungen im Baufeld verlegt, so dass ab dem 13.11. mit den eigentlichen Kanalarbeiten begonnen wird. Nach Fertigstellung dieses Bauabschnittes werden die Schächte in der Straße „Im Spich“ erneuert und anschließend werden die dazwischen liegenden Rohre saniert. Dies erfolgt mit Hilfe eines Spezialschlauches (Liner), der in die zu sanierende Leitung eingezogen wird. Die Erneuerung der Mühlenteichquerung kann parallel dazu erfolgen. Sie erfolgt in einem „Rohr-in-Rohr-System“, wobei das neue Rohr in den schadhaften Abschnitt geschoben wird.

Durch die beschriebenen Maßnahmen werden die betroffenen Abschnitte nachhaltig und auf Jahrzehnte saniert.

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Alexandra Schüttler

Referentin Kommunikation

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