Wattestäbchen: Kleine Helfer machen viel Arbeit

Es ist ein Problem, mit dem alle Kläranlagenbetreiber täglich umgehen müssen: Wattestäbchen, Feuchttücher, Tampons und andere feste Abfälle werden nicht in der Restmülltonne beseitigt, sondern landen mit der Klospülung im Abwasser. Auffallend große Mengen Wattestäbchen kommen in der größten Kläranlage des WVER, auf der Aachener Soers, an.

Warum, das weiß Abwasser-Meister Nils Brandt nicht, dafür kennt er die Folgen im Arbeitsalltag leider umso besser: „Wattestäbchen sind sehr schwer aus dem System zu entfernen. Unser Feinrechen hat einen Stababstand von 5 mm und kann somit nicht alle Wattestäbchen aus dem Abwasser entfernen. Wenn diese dann die nächsten Reinigungsstufen erreichen, verstopfen sie Pumpen und Rohrleitungen. Das behindert den Betrieb, macht aufwändige Reinigungsarbeiten notwendig und führt zu einem schnelleren Verschleiß der Technik und so wiederum zu hohen Instandhaltungskosten.“

Vermeidbare Kosten, die letztlich die Allgemeinheit tragen muss. Zudem machen die Wattestäbchen auch die Steuerung der Kläranlage schwieriger: Verzopfen sie mit den Algen an den Messsonden in den unterschiedlichen Klärbecken, werden unter Umständen verfälschte Messwerte dokumentiert. Der WVER bittet somit alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung: Feste Abfälle, Hygieneartikel, Feuchttücher und auch Arzneimittel gehören nicht in die Toilette.

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Wattestäbchen im Abwasser
Wattestäbchen-Rückstände bei Reinigungsarbeiten im Ozonreaktor auf der Kläranlage Aachen-Soers.

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