Wasserwirtschaftliches Großprojekt

Umbau der Kläranlage Düren: „Ausbaustufe I“

Die vorbereitenden Arbeiten sind in vollem Gang

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) modernisiert und erweitert die Gruppenkläranlage Düren (GKA Düren). Der Ausbau ist von großer Bedeutung für die gesamte Region, da er den dringend benötigten Spielraum für die Siedlungsentwicklung der angeschlossenen Kommunen schafft. Die Investitionssicherheit für die ansässige Industrie wird gestärkt, und es entstehen Ansiedelungsmöglichkeiten für weitere Industrie- und Gewerbeunternehmen.

Die umfassende Modernisierung macht die Kläranlage zukunftsfähig und ressourcensparend. Sie ist von herausragender Bedeutung, da sie neben den Abwässern von mehr als 100.000 Menschen auch große Mengen industriellen Abwassers aufnimmt und reinigt. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Wasserqualität in der Rur.

Wir haben mit Projektleiter Tim Völl gesprochen:

„Projektvorbereitend wurden bereits im Frühjahr dieses Jahres eine Verwallung im vorgesehenen Baufeld bis auf das Ursprungsgelände abgetragen und abgefahren. Ein solcher Abtrag bildet die Voraussetzung für die derzeit stattfindende Kampfmittel-Detektion, welche derzeit auf der Kläranlage durchgeführt wird. Insgesamt müssen hierzu mehr als 3500 Bohrlöcher mit einer Gesamtbohrlänge von rund 21 km vorgenommen werden, damit die späteren Spezialtiefbaumaßnahmen gesichert durchgeführt werden können, “ erklärt der Projektleiter des WVER.

Parallel hierzu werden derzeit im Baufeld rund 11.000 m³ Oberboden vorbereitend abgetragen, da ein Abtrag zum großen Baustart im Frühjahr aus boden- als auch aus naturschutzrechtlicher Sicht nicht möglich ist.

Zusätzlich wird nun die Baustellen-Infrastruktur für das Großprojekt angelegt. Die erforderlichen Flächen werden an die Strom- und Wasserversorgung der Kläranlage angeschlossen. Die anfallenden Abwässer werden über ein provisorisches Pumpwerk zur Kläranlage zurückgeführt. Für die Zuwegung der Baustelleinrichtungsflächen als auch der Zwischenlager für den Erdaushub wird eine Baustraße errichtet. Alle genannten Maßnahmen liegen im Zeitplan und können voraussichtlich vorzeitig bis zum Jahresende abgeschlossen werden.

Im März 2024 startet die Maßnahme dann so richtig mit den erforderlichen Spezialtiefbaumaßnahmen durch. Die Arbeiten zum Rohbau beginnen dann ab Oktober nächsten Jahres.“

Der räumliche Einzugsbereich der Kläranlage umfasst Düren, Kreuzau, Merzenich und Ortsteile von Langerwehe sowie der Eifelkommunen Nideggen und Hürtgenwald. Neben dem Neubau des Zulaufbereichs werden zwei der drei Vorklärbecken abgerissen und komplett erneuert. Auf dem Standort des dritten Beckens und der benachbarten Freifläche entsteht eine zusätzliche biologische Reinigungsstufe.

Projektentwicklung

„Das Projekt ist grob in zwei Bauphasen gesplittet. Der Abschluss der Bauphase 1, welche die Errichtung aller zwingend erforderlichen Bauwerke zur Realisierung der Projektziele vorsieht, ist für März 2026 vorgesehen. Der Abschluss der Bauphase 2 zur Sicherstellung der erforderlichen Redundanz und Reserven ist bestenfalls bis Mitte 2027 möglich. Ende 2027 wird die Kläranlage dann ihren den Regelbetrieb aufnehmen,“ sagt Projektleiter Tim Völl.

EINDRÜCKE DER ERSTEN BAUPHASE

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Alexandra Schüttler

Referentin Kommunikation

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