Fragen an Frank Peter Ullrich

Herr Ullrich, als neuer Bürgermeister von Düren, was verbindet Sie mit dieser Stadt?

F. P. Ullrich: Ich bin gebürtiger Birkesdorfer, in Arnoldsweiler aufgewachsen und habe in Düren meine schulische Ausbildung genossen.

Welche berufliche Ausbildung führte Sie bis ins Bürgermeisteramt?

F. P. Ullrich: Ich habe zunächst eine Ausbildung als Diplom-Verwaltungswirt durchlaufen. Danach erfolgte noch eine Ausbildung zum Kriminalbeamten und neben meiner beruflichen Tätigkeit habe ich noch eine Ausbildung zum Betriebswirt gemacht.

Ihre beruflichen Tätigkeiten waren umfangreich, und Sie haben auf vielen Feldern Erfahrungen sammeln können…

F. P. Ullrich: So ist es. Zunächst habe ich als Kriminalbeamter beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden und Meckenheim gearbeitet. Später wechselte ich zum Bundesamt für Verfassungsschutz und dann nach Köln, wo ich eine leitende Stellung beim Bundesamt für Güterverkehr innehatte. Außerdem war ich Lehrbeauftragter für Arbeits- und Beamtenrecht an der Hochschule des Bundes in Brühl. Zuletzt arbeitete ich dann zehn Jahre als Oberrechnungsrat und Prüfer beim Bundesrechnungshof in Bonn. Dort gehörten energiewirtschaftliche Themen und das Geodaten-Management zu meinen Aufgabenfeldern.

Und schließlich kandidierten Sie in Düren für das Amt des Bürgermeisters. Was waren Ihre Beweggründe?

F. P. Ullrich: Düren ist meine Heimatstadt. Sie ist viel reichhaltiger als es das Bild des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg suggeriert. Düren ist Papierstadt, besitzt viele kulturelle Schätze, die es teils noch zu entdecken gilt, und es ist Stadt des Wassers an der Rur.

Wobei wir bei einem anderen Thema wären: Sie sind jetzt auch Verbandsratsvorsitzender des Wasserverbands Eifel-Rur, der in Düren ansässig ist…

F. P. Ullrich: Ja, das ist für mich ganz wichtig, denn seit seiner Gründung waren meine beiden Amtsvorgänger in demselben Amt. Dies gilt für Paul Larue, der über zwanzig Jahre Vorsitzender war, aber besonders auch für Josef Vosen, der in der Gründung des WVER eine große Chance für die Region sah, diese gegen viele kommunale Widerstände forcierte und „natürlich“ dafür sorgte, dass der Verbandssitz hier nach Düren kam. Außerdem ist Düren die größte Stadt an der Rur, und der Fluss hat unser Leben, sei es privat oder wirtschaftlich, immer geprägt.

Was sind Ihre Ziele für den Verbandsratsvorsitz?

F. P. Ullrich: Der Wasserverband hat ein weitreichendes Aufgabenspektrum, das für ein geregeltes Dasein der Menschen einfach wichtig ist. Durch seine Tätigkeit sichert er Arbeitsplätze, schützt die Natur, schützt aber auch die Menschen vor der Elementargewalt des Wassers, schafft Versorgungssicherheit und bewahrt unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Natürlich gibt es da auch viele Konflikte, bei denen es gilt, auszugleichen und Kompromisse zu finden. Ich bin sicher, dass ich hier etwas beitragen kann, denn auch in der Politik ist dies ja Tagesgeschäft.

Sie sind nicht nur Politiker, sondern auch Familien- und Heimatmensch…

F. P. Ullrich: Ja, das stimmt. Mit meiner Frau habe ich zwei Töchter. Da liegen einem auch automatisch die Ausbildung und der Schutz des Kindeswohls am Herzen. So war ich auch Kreisvorsitzender des Kinderschutzbundes in Düren, bin Vorsitzender eines OGS-Trägervereins. Aber auch mein politisches Engagement dient dazu, unsere Heimat zu erhalten. Hierzu gehört auch die Brauchtumspflege, für mich vor allen Dingen des Karnevals, dem ich aktiv verbunden

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