Ein wichtiger Meilenstein auf der Gruppenkläranlage Düren ist erreicht

Bauarbeiten für die Ausbaustufe I

Die Bauarbeiten für die Ausbaustufe I, bei der der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) die Kläranlage voraussichtlich bis September 2027 grundlegend umbaut und erweitert, haben begonnen. Dazu gehören unter anderem die komplette Erneuerung der mechanischen Reinigungsstufe, die Errichtung einer biologischen Hochlaststufe und die Erweiterung des Mischwasserstreckungsbeckens, um die Kläranlage hydraulisch zu entlasten.
Mit der Erneuerung der Kläranlage werden drei wesentliche Ziele verfolgt: Dazu gehört die langfristige Sicherung der Anlagensubstanz durch Reinvestitionen, die Verringerung der hydraulischen Belastung der Kläranlage und der Rur und die Erhöhung der Reinigungsleistung vor allem bei schwankenden Zulaufbelastungen.
Im Rahmen der ersten Ausbaustufe werden ein neues Zulaufpumpwerk, eine zweistufige Rechenanlage und ein belüfteter Sandfang errichtet. Die vorhandene Vorklärung wird abgebrochen und komplett an gleicher Stelle wieder neu aufgebaut. Anstelle des dritten Vorklärbeckens sowie im bisher freien vierten Quadranten der heutigen Absetzbecken entstehen die beiden Becken der Hochlast-Belebung, welche die bestehende biologische Hauptstufe vor Frachtstößen schützt und somit entlastet. Die Hochlastbecken werden in Abhängigkeit von der Zulauffracht flexibel betrieben.
Außerdem wird ein Mischwasserzwischenspeicher errichtet, in dem bei starken Niederschlägen mit Regenwasser vermischtes Abwasser zurückgehalten werden kann. Dadurch wird die Kläranlage von hydraulischen Lastspitzen wirkungsvoll entlastet. Der Mischwasserspeicher wird mit einer Flächen-Photovoltaik-Anlage überbaut, die eine Leistung von ca. 1.200 KWp aufweist und ca. 960.000 kWh/a an Strom erzeugen wird. Damit lassen sich ca. 10 % des Gesamtstromverbrauchs der GKA Düren decken.
Ein derart anspruchsvolles technisches Infrastrukturprojekt ist eine wichtige Aufgabe, der sich der WVER mit großer Sorgfalt widmet. Die Baumaßnahmen sind ein Meilenstein für die Region Düren und den WVER. Der Anlagenausbau eröffnet Möglichkeiten für die weitere Siedlungsentwicklung und Standortperspektiven für die hiesige Industrie sowie für weitere Gewerbeansiedelungen. Damit unterstützt der WVER wirkungsvoll den Strukturwandel in unserer Region.
Wir haben mit unserem Projektleiter Tim Völl über den derzeitigen Baufortschritt gesprochen. Hier geht es zum Video:

Bildquelle WVER

Hier geht es zum Video-Interview mit Tim Völl.

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Alexandra Schüttler

Referentin Kommunikation

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