Gemeinsam gegen das Hochwasser

Der Klimawandel macht auch vor kleinen Ortschaften wie Aldenhoven-Engelsdorf keinen Halt. Dank des genossenschaftlichen Prinzips in der Gewässerpflege lassen sich jedoch große Schäden bei Natur und Anwohnern verhindern.

Starkregen, Überschwemmungen, schlammhaltiges Wasser – damit hatte Aldenhoven-Engelsdorf in der Vergangenheit häufiger zu kämpfen. Das Wasser mischte sich mit dem Erdreich und machte sich auf den Weg ins Tal, flutete Keller und durchfloss Häuser und Gehöfte. Nichts Ungewöhnliches in Zeiten des Klimawandels.

Nur: für die Engelsdorfer gab es als kleine Ortschaft allein keine Möglichkeit, das Wasser umzuleiten. Auch die größer werdenden Wassermengen ließen sich mit dem bestehenden Rohrsystem nicht mehr abfangen.

Die Lösung war ein Hochwasser-Rückhaltebecken, das erst durch die vielen Schultern des Wasserverbands Eifel-Rur realisiert werden konnte. Ohne das solidarische Prinzip des Verbands hätte die Gemeinde Aldenhoven das allein kaum stemmen können.

Einweihung des Beckens

Ab dem Hochsommer 2020 wurde zügig gebaut, das Becken wurde am 19.06.2021 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bei der Veranstaltung waren alle Teilnehmer hochzufrieden, Engelsdorf nun geschützt zu wissen und das Becken in Betrieb nehmen zu können.

18.000 Kubikmeter Rückhaltevolumen werden in Zukunft das Wasser von den Feldern aufnehmen, das über einen Auffanggraben dorthin geleitet wird. Dadurch lassen sich die Wassermassen an seinem Auslauf stark herunterdrosseln. Diese werden schadlos in den Merzbach geleitet, der an Engelsdorf vorbeifließt.

Win-Win für Mensch und Natur

Der Verband kümmerte sich darum, den naturnahen Lebensraum des Merzbachs im Bereich der Burg Engelsdorf wiederherzustellen und säte das neue Becken mit heimischen Wildpflanzen ein. Die Folge ist eine ökologische Aufwertung und Vielfalt innerhalb der hauptsächlich von Feldwirtschaft geprägten Landschaft.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserer Pressemitteilung.

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Das neue Hochwasser-Rückhaltebecken in Aldenhoven-Engelsdorf

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